Einfach erklärt: Was ist ein Virus, wie kommt es zur Virusinfektion und was hat es mit dem Coronavirus auf sich? Warum kommt es zur Pandemie?

Definition: Was ist ein Virus?

So ein Virus ist wirklich ein Winzling und kommt nur auf eine Größe 20 bis 300 Nanometer. Sie sind so klein, dass wir sie noch nicht einmal in einem Lichtmikroskop sehen können. Die gute Nachricht von den ca. 320.000 verschiedenen Viren sind nur wenige für die menschliche Gesundheit relevant. Die meisten der relevanten Viren führen zu leichten Symptomen wie z.B. die eines Schnupfen und unser Immunsystem kann die Eindringlinge gut abwehren.

Viren sind sehr simpel aufgebaut, sie bestehen aus einer Hülle (Eiweißhülle) und ihrem Erbgut. Auch fehlt ihnen zur Energieversorgung ein eigener Stoffwechsel. Deshalb ist es auch sehr umstritten, ob Viren laut Definition überhaupt als Lebewesen eingestuft werden können. Aber genau diese fehlende Energieversorgung treibt die Winzlinge an, sich die Lebensenergie aus unseren Zellen zu holen.

Wie entsteht eine Virusinfektion?

Tröpfcheninfektion durch Niesen oder Husten

Die Viren dringen in der Regel über Tröpfchen- und/oder Schmierinfektion in unseren Körper ein, also z.B. durch Niesen oder Kontakt mit Körpersekreten. Sie können allerdings auch durch Nahrung oder verletzte Hautstellen Infektionen auslösen. Den Angriff der Winzlinge auf unsere Zellen kann man sich vorstellen wie die Landung auf dem Mond. Das Virus landet auf der Zellmembran und dockt dort nach einem Schlüssel-Schloss-Prinzip an. Danach bohrt das Virus ein Loch in die Zellwand um sein Erbgut in die Zelle einzuschleusen. Hat das Viruserbgut die Zelle eingenommen wird diese so manipuliert, dass sie neue Viren produziert, anstelle von körpereigenen Eiweißmolekülen. Die befallene Zelle wird beim Verlassen der produzierten Viren zerstört. Die Winzlinge können ihr zerstörerisches Werk fortsetzten. Sie befallen weitere Zellen.

Wie bekämpft das Immunsystem die Viren?

Unser Immunsystem hat mehrere Mechanismen zur Abwehr entwickelt. Das Andocken der Viren an den Zellen zu verhindern ist der erste Schritt. Dazu setzt unser Körper Antikörper und spezielle Eiweiße frei. Die so blockierten Viren werden von Immunzellen vernichtet.

Bereits infizierte Zellen benachrichtigen ihre Nachbarn, indem sie u.a. den Botenstoff Interferon ausschütten und rufen spezielle Immunzellen sog. Fresszellen zur Hilfe, die die befallenen Zellen bekämpfen bzw. zerstören.

Für beide Immunreaktionen sind Vitamin C und das Spurenelement Zink verantwortlich. Selbstverständlich zählen noch weitere Nährstoffe zu dem immunmodellierenden Substanzen, deshalb sollten Sie auf eine gute Nährstoffgrundversorgung achten und ihr Mikrobiom im Darm pflegen, so dass der Körper in der Lage ist eindringende Viren zu bekämpfen.

Die gute Nachricht ist, dass wir bei den meisten durchgemachten Virusinfektionen eine Immunität entwickeln, d. h. unser Immunsystem kennt den Erreger und wir erkranken nicht mehr daran. Ausnahmen bestätigen die Regel. So verändert (mutiert) der Grippevirus, die klassische Influenza, von Jahr zu Jahr leicht, was eine Anpassung der Impfseren nach sich zieht. Manchen Viren gefällt es in unserem Körper so gut, dass sie als chronisch gelten, wie z.B. die Herpesviren. Und eine sehr problematische Stellung nimmt das HIV ein, da es direkt die Immunzellen befällt und so das Immunsystem ausschaltet.

Was macht den Corona Virus jetzt zum Pandemie Auslöser?

Eine Pandemie ist laut Definition eine weltweite Epidemie. Die griechischen Begriffe „pan“ und „demos“ bedeuten „alles“ und „Volk“, sprich das ganze Volk betreffend. Von Pandemien sind extrem viele Menschen betroffen. Mit den weltweiten Infektionszahlen, sprechen wir also von einer Pandemie.

Der lateinische Name Corona steht für Krone oder Kranz und ist auf das kranzförmige Aussehen der Viren zurückzuführen. Sowohl Tiere als auch Menschen können sich damit infizieren. Corona Viren gibt es schon sehr lange und sie lösen normalerweise eine normale Erkältungskrankheit aus, in schlimmen Fällen kommt es zu einem Befall der Atemwege.

Das Robert Koch Institut schreibt dazu: „Die Krankheitsverläufe sind unspezifisch, vielfältig und variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen.“

Die neue Corona Viruserkrankung SARS-CoV-2 ist für unseren Körper komplett neu, d.h. unser Körper hat noch keine Immunantwort auf den Eindringling. Dadurch kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems, die sich in einer Entzündung äußert.

Hinzu kommt, dass die Wissenschaftler, Mediziner und Virologen noch nicht viel über den Virus SARS-CoV-2 wissen. Es zeichnet sich derzeit ab, dass der Krankheitsverlauf in 4 von 5 Fällen als milde eingestuft werden kann, also kein Fieber auftritt und die Symptome mehr einer Erkältung gleichen. Die Infektion scheint im Hals-Rachenbereich zu beginnen und befällt dann die Lunge. Die Lungenerkrankung, die dabei entsteht, wird als COVID19 bezeichnet. Aktuell gehen Virologen davon aus, dass in den nächsten 2 Jahren 60 bis 70% der Bevölkerung die SARS-CoV-2 Infektion durchgemacht haben und danach eine Immunität besteht.

Tipps die helfen Stress & Angst zu reduzieren

  • Achten Sie auf Ihre Ernährung. Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst & Gemüse stärkt unsere Abwehrkräfte. Dafür ist eine gute Nährstoffgrundversorgung unabdingbar. Nehmen Sie sich jetzt die Zeit sich genauer mit Lebensmitteln auseinander zu setzen. Es gibt eine Vielzahl, die einen positiven Einfluss auf unsere Gefühlslage haben.Stress und Angst reduzieren
  • Ein starkes Immunsystem braucht guten Schlaf. Schlafen Sie 7 bis 8 Stunden pro Nacht und bedenken Sie, dass die Stunden vor Mitternacht besonders wichtig sind für die körperliche Regeneration.
  • Schenken Sie nicht jedem Artikel, den Sie lesen sofort glauben. Informieren sie sich über seriöse Informationsquellen (siehe auch unsere Quellenangaben).
  • Achten Sie darauf, dass sie im Social-Media Bereich Gruppen beitreten, die respektvoll und mit einer positiven Ausrichtung mit dem Thema Corona und den daraus resultierenden Ängsten umgehen.
  • Nehmen Sie Ihre Ängste war, reden Sie mit anderen über ihre Ängste, aber bleiben Sie dabei konstruktiv und gelassen. Meditationen und Autogenes Training helfen Ihnen zu entspannen und bei sich selbst zu bleiben.
  • Meditation ist eine oftmals unterschätzte Methode um in die Ruhe und und in die Kraft zu kommen. Stress wird nachweislich gesenkt. Es gibt unterschiedliche Methoden und Angebote. Am einfachsten ist der Einstieg übergeführte Meditationen, die Sie online oder in speziellen Apps finden können.
  • Es gibt bestimmt auch bei Ihnen zu Hause jede Menge Sachen, die sie immer schon erledigen wollten. Sehen sie es positiv, jetzt ist Zeit für diese Dinge. Sehen Sie die Situation als Chance sich neuen Dingen/Themenbereichen zu wenden. Viele Fortbildungsmöglichkeiten werden jetzt Online angeboten.
  • Bewegung baut Stress ab und fördert die Glückshormone. Wenn Sie einen Garten oder Balkon haben, verlegen Sie ihre Trainingseinheit nach draußen, ansonsten ist auch ein geöffnetes Fenster eine gute Alternative, um Frischluft zu tanken.

Dieser Artikel wurde von Esther Wimmer  Master of Health Business Administration (MHBA) und Dipl. Oecotrophologin verfasst.

Quellen:
www.onmeda.de/krankheitserreger/virusinfektion.html
www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/erregerarten/viren/
www.planet-wissen.de/natur/mikroorganismen/viren/index.html
www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html

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