Du hast dir auch schon die Frage gestellte: Welche Schutzmaske brauche ich? Was sind die Unterschiede der verschiedenen Schutzmasken? Denn, die Unterschiede sind groß: Schutzmaske ist nicht gleich Schutzmaske. Es gibt mittlerweile die verschiedensten Schutzmasken. Wir wollen helfen eine Übersicht in den Masken-Dschungel zu bringen.

Atemschutzmasken

Für Eigen- und Fremdschutz geeignet. Atemschutzmasken Schützen unter anderem vor Viren-Verbreitung und vor Ansteckung.  Sie dienen dem Träger als Schutz vor Viren o.ä. aber schützen zeitgleich auch sein gegenüber. Eigentlich stammen solche Atemschutzmasken aus dem Arbeitsschutzbereich und sind meist aus gehärtetem Papier hergestellt. Manchmal auch aus verschiedenen Stofflagen. Atemschutzmasken sind in drei verschiedene Gruppen, den Schutzklassen, aufgeteilt, bei allen Schutzmasken ist ein Partikelfilter eingebaut. Sie sitzen mit etwas Abstand über Mund und Nase dabei liegen sie an der Wange eng an.

Verschiedene Schutzklassen der Atemschutzmaske

Wie bereits erwähnt gibt es bei den Atemschutzmasken drei verschiedene Schutzklassen (Gruppen). Zu diesen Schutzklassen zählen unter anderem sogenannte Partikelfiltrierende Halbmasken, besser bekannt als FFP1 Maske,  FFP2 Maske oder FFP3-Masken. FFP steht für filtering face piece und ist sogar für Klinisches Personal zugelassen.

FFP-Masken: Welche Unterschiede gibt es

FFP2 MaskeHier eine Übersicht der verschiedenen Schutzwirkungen von FFP-Masken.

FFP1

Schutzmasken der Klasse FFP1 schützen vor ungiftigen Partikeln auf Wasser- und Ölbasis, nicht jedoch gegen beispielsweise radioaktive Stoffe. Es werden mindestens 80 % der Schadstoffe gefiltert. FFP1 Masken werden Typischerweise in der Lebensmittelindustrie getragen.

FFP2

Masken der Schutzklasse FFP2 schützen vor gesundheitsschädlichen Partikeln auf Wasser- und Ölbasis. Nicht jedoch gegen radioaktive Partikel oder Arbeitsstoffe der Risikoruppe 3. Mindestens 94% der Schadstoffe werden aus der Luft gefiltert.

Das (RKI) Robert Koch Institut empfiehlt zur Pflege und Behandlung von Patient*innen mit einer Infektion durch das Coronavirus SARS-CoV-2 (Covid-19) FFP2 Masken sowie FFP3 Masken. FFP2 Masken sind  die richtigen Corona-Schutzmasken! Weitere Infos zum Thema Atemschutz gegen das Coronavirus findest du hier.

FFP3

Schutz vor Viren, gesundheitsschädlichen, krebserzeugenden Partikel auf Wasser- und Ölbasis bietet die Maske der Klasse FFP3. Die FFP3 Maske filtert 99 % Schadstoffe aus der Luft. Auch die FFP3 Schutzmaske bietet idealen Schutz vor Coronaviren und wird vom Robert Koch Institut (RKI) empfohlen.

Aber Achtung – Schutzmasken mit Ventil

Gesichtsmasken dieser hohen FFP-Schutzklassen gibt es auch mit Ventilen. Durch diese Ventile wird die Atemluft des Träger, fast ungefiltert, nach Außen entlassen. Der Maskenträger könnte durch dieses Ventil durchaus Viren nach Außen verbreiten. Masken mit Ventil schützen also nur den Träger und sind somit zum gegenseitigen Schutz vor Coronaviren nur bedingt geeignet.

Begrenzte Tragedauer

Auch die Schutzwirkung von Atemschutzmasken hoher Klassen ist nicht endlos. Wenn du eine FFP2 Maske trägst sollte diese von Zeit zu Zeit gewechselt werden.

 

Weit verbreitet Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS)

Die „dünnere“ Variante unter den Gesichtsmasken ist auch als OP-Maske und medizinscher Mund-Nasen-Schutz bekannt. Diese schützen weitestgehend das Umfeld. Soll heißen Keime, Viren, die der Träger beispielsweise durch Niesen oder das pure Atmen, mittels feinster Tröpfchen, verteilen könnte werden zurückgehalten. Die MNS (Mund-Nasen-Schutzmasken) sind vor allem im asiatischen Bereich schon länger in den Gesichtern von Menschen, in großen Städten, zu sehen.

OP-Masken sind Medizinprodukte und sollen alle die gesetzlichen Vorschriften erfüllen. Diese Masken bestehen aus mehreren Lagen dünnem Stoff, eine Lage ist mit einer Filterwirkung ausgestattet und die äußere Schicht soll Flüssigkeiten abweisen. Meist sind diese Schutzmasken zweifarbig als Unterscheidung welche Seite nach außen getragen wird.

Darum Einwegmasken nicht waschen

Die Filterwirkung als auch die Flüssigkeitsabweisende Eigenschaft gehen beim Waschen kaputt. Damit wäre jeglicher Schutz verloren. Aus diesen eben genannten Gründen sind Einwegmasken nicht waschbar. Übrigens in der EU sind nur solche Einmalmasken zugelassene, zertifizierte Masken.

Genähte Stoffmasken – Alltagsmasken

Jeder, der keinen Zugriff auf zertifizierte Atemschutzmasken hat oder lediglich eine „Alltagsmaske“ für einen kurzen Zeitraum beispielweise zum Einkaufen benötigt kann Stoffmasken tragen. Diese Textile Barrieren, meist aus Baumwollstoff genähte Masken können helfen die Ausbreitung von Viren in der Luft und die sog. Tröpfcheninfektion zu verlangsamen. Die Ausbreitung des Coronavirus soll mit dem Tragen von Stoffmasken verlangsamt werden.

Wenn der Träger einer Stoffmaske hustet oder niest, schleudert er weniger seiner eigenen Viren in der Öffentlichkeit herum. Stoffmasken bieten also dem gegenüber einem leichten Schutz.

Der Vorteil solcher Masken aus Stoff liegt klar auf der Hand. Stoffmasken sind waschbar, damit wiederverwendbar und schonen die Umwelt, da weniger Müll produziert wird. Beachte bitte: Wenn du einen waschbaren Mundschutz trägst, sollst du dich trotzdem an die Abstandsregel von mind. 1,5 Meter halten.

Stoffmaske

Das RKI (Robert Koch Institut) schreibt dazu:
„Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung kann ein zusätzlicher Baustein sein, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren – allerdings nur, wenn weiterhin Abstand (mind. 1,5 Meter) von anderen Personen, Husten- und Niesregeln und eine gute Händehygiene eingehalten werden.“
… weiter …
„Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Leben kann dazu beitragen, die Ausbreitung von COVID-19 in der Bevölkerung zu verlangsamen und Risikogruppen vor Infektionen zu schützen. Das gilt insbesondere für Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenem Räumen zusammentreffen und sich dort länger aufhalten (z.B. Arbeitsplatz) oder der Abstand von mindestens 1,5 m zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann (z.B. in Geschäften, in öffentlichen Verkehrsmitteln). Voraussetzung dafür ist, dass genügend Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und richtig mit der Mund-Nasen-Bedeckung umgehen: die Bedeckung muss durchgehend enganliegend über Mund und Nase getragen und bei Durchfeuchtung gewechselt werden; sie darf während des Tragens nicht (auch nicht unbewusst) zurechtgezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden.“

 

 Übersicht Schutzmaske: Welche ist für was geeignet?

Op-MaskenFFP2 / FFP 3 Maske ohne VentilFFP2 / FFP 3 Maske mit VentilSelbstgenähte Maske
aus dichtem Baumwollstoff
Schützt den TrägerneinjajaEtwas bis nein
Schützt das Umfeldjajaneinja
Für Kliniken

Ärzte & Co

jajajanein