Salzsäure, Schwefelsäure oder Salpetersäure – all diese Säuren haben eines gemeinsam: Man sollte nicht in Berührung mit ihnen kommen. Sonst könnte es äußerst ätzend werden! Eine Säure begleitet den Menschen allerdings tagtäglich und erzeugt keinerlei Berührungsängste – die Milchsäure. Hört sich recht harmlos an. Aber von dem Namen sollte man sich nicht täuschen lassen.

Fangen wir mit Lebensmitteln an: Milchsäurebakterien machen die Milch sauer. Hört sich komisch an, ist es aber nicht. Denn der Milchzucker wird so in Milchsäure umgewandelt. Die lassen die Milch schließlich gerinnen. Daraus wird Käse, Joghurt oder Buttermilch hergestellt. Außerdem ist milchsaure Vergärung (Fermentation) durch Milchsäurebakterien ein recht altes Konservierungsverfahren für Lebensmittel. Es beruht auf dem Abbau von Milchzucker (Lactose) in Milchsäure (Lactat).

Milchsäure ist auch für den Körper sehr gut: Sie verbessert die Aufnahme von Mineralstoffen aus dem Darm. Die bekanntesten probiotischen Milchsäurekulturen, die sich durch Fermentation bilden, sind Lactobacillen und Bifidobakterien. Sie vermehren sich sehr schnell, indem sie Kohlenhydrate aus Pflanzen oder einer Nährlösung abbauen und dabei rechtsdrehende Milchsäure bilden (L (+) Milchsäure).

Bei Vita Biosa werden die Auszüge aus 19 verschiedenen biologischen Kräutern mit sieben Milchsäurebakterienstämmen und Probiotika fermentiert. Diese vermehren sich und wandeln den gesamten Zucker in Milch- und Essigsäure um.

Übrigens: Die erste Entdeckung und Isolierung der Milchsäure geht auf Carl Wilhelm Scheele, ein Chemiker aus Schweden, zurück. Das war im Jahr 1780. Aus saurer Milch isolierte Scheele die Milchsäure – in Form eines braunen Sirups.