Gletscherwasser für Flüchtlinge in Dresden

ICEIS und das Biosa-Vertriebsbüro starten Hilfsaktion – fahren in die Zeltstadt mit einer besonderen Lieferung an Bord

Noch vor nicht allzu langer Zeit standen ein paar alte Autos auf dem Platz an der Bremer Straße 10 in Dresden. Jetzt sind dort Flüchtlinge untergebracht. Auf einem großen Schotterfeld in weißen Zelten des Deutschen Roten Kreuzes. Eine provisorische Notaufnahme, in der die medizinischen und hygienischen Zustände laut Ärzten jedoch katastrophal sind. Ende Juli bezogen 470 Flüchtlinge die Zeltstadt. Vier Wochen später sind es bereits über 1000. Und so herrscht Chaos in dem Flüchtlingscamp. Für die Flüchtlinge, Hilfsorganisationen, Ärzte und die freiwilligen Helfer eine unzumutbare Situation, die sich allerdings langsam bessert. Denn viele Menschen wollen helfen – und helfen auch! Wie zum Beispiel Torsten Kowitz, Geschäftsführer und Inhaber von ICEIS – und Christof Plottek vom Biosa-Vertriebsbüro. Die beiden haben eine Hilfsaktion gestartet.

ICEIS ist ein Unternehmen, das Gletscherwasser aus Island vertreibt mit Sitz in Falkenstein im Vogtland. 150 Kilometer von Dresden entfernt. Gemeinsam mit seinem Vertriebspartner, dem Biosa-Vertriebsbüro, packte er einen Transporter voll mit ICEIS Gletscherwasser und fuhr damit in die Bremer Straße 10. „Durch die Medienberichte wurden wir auf die katastrophale Situation in der Zeltstadt aufmerksam, wo es bei fast 40 Grad Celsius kaum etwas zu trinken, keinen Schatten und schlimme hygienische Verhältnisse gab“, sagt Kowitz und betont: „Mit der Unterstützung unseres Partners Biosa konnten wir 250 Boxen á fünf Liter unseres Gletscherwassers bereitstellen und nach Dresden fahren.“

Die Lieferung des edlen Tropfens – basisches Wasser, das aus 110.000 Jahre alten Gletschern in Island tritt und durch Vulkangestein gefiltert wird – konnte jedoch nicht direkt in das Flüchtlingslager gehen. Spenden gehen zunächst an einen zentralen Sammelpunkt, ein Versorgungslager des Deutschen Roten Kreuzes in Dresden und werden von dort aus an die Unterkünfte weitergeleitet. Kowitz wollte jedoch schnell und unmittelbar helfen. Er vereinbarte mit dem Dresdner Umweltzentrum, die direkt gegenüber der Bremer Straße 10 einen ehemaligen Friedhofspark zu einer grünen „Oase“ mit Spielplatz umgewandelt haben, einen Teil der Lieferung dort als erstes abzuliefern. In dem Park gibt es für die kleinen Flüchtlinge in der Sommerhitze die Möglichkeit, im kühlen Schatten großer, alter Bäume zu spielen. Die Großen können mit ehrenamtlichen Helfern etwas Deutsch lernen.

„Wir wurden mit großer Herzlichkeit empfangen“, erzählt Kowitz. „Und wir konnten mit einer syrischen Familie und deren Kindern sprechen, die vor dem IS-Terror geflohen sind. Es ist unvorstellbar, was die Erwachsenen und vor allem die Kinder durchgemacht haben.“ So sei es ihm ein großes Anliegen, wenigstens einen kleinen Teil dazu beizutragen, dass es den Flüchtlingen hier in Deutschland den Umständen entsprechend gut ergehe. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung in Dresden ist groß. „Ich habe eine große Welle der Hilfsbereitschaft in Dresden gespürt und gesehen“, sagt Torsten Kowitz. „Und ohne die große Hilfe und Unterstützung von Christof Plottek und seinem Biosa-Vertriebsbüro, finanziell wie tatkräftig, hätten wir diese Aktion nicht stemmen können.“

Jeder weitere Tropfen Gletscherwasser zählt und hilft. In Zusammenarbeit mit dem Biosa Vertriebsbüro und einer in Afrika tätigen Hilfsorganisation – soll in Zukunft ein Teil des beim Verkauf erwirtschafteten Geldes dazu verwendet werden, humanitäre Wasserprojekte in Afrika zu unterstützen, um auch den Menschen dort die Aufnahme von gutem und sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.

ICEIS Gletscherwasser trinken und dabei Gutes tun: www.biosa-der-shop.de/ICEIS-Gletscherwasser