Schlaf ist erwiesenermaßen der Gesundheit förderlich. Zu wenig Schlaf schwächt das Immunsystem, raubt körperliche und geistige Leistungsfähig, beschleunigt die Alterung, bahnt Herz- und Kreislauferkrankungen den Weg und kann zu Depressionen führen. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen daher 10 Tips für einen erholsamen Schlaf.

1. Erst schlafen gehen, wenn man wirklich müde ist
Gehen Sie erst zu Bett, wenn Sie auch wirklich den Drang zu Schlafen verspüren. Ewiges Im-Bett-Liegen ohne jeden Anflug von Müdigkeit ist nicht gerade förderlich für einen geruhsamen Schlaf. Vielmehr wird der Körper durch das lange Liegen ohne Belastung bereits in einen Ruhezustand versetzt, der den Drang zu Schlafen noch hinauszögert. Umgekehrt sollten Sie allerdings, sobald sie Müdigkeit verspüren, auch umgehend das Bett aufsuchen. Kämpfen Sie stattdessen weiter gegen den Schlaf an, wird dem Körper signalisiert, dass er jetzt unbedingt noch wach bleiben muss. Eine Übermüdung mit anschließenden Einschlafproblemen ist das Resultat.


2. Sorgen Sie für ausreichende Belüftung
Frische Luft ist für erholsamen Schlaf unabdingbar. Verpassen Sie Ihrem Schlafzimmer daher vor dem Zu-Bett-Gehen eine ausreichende Stoßlüftung. Die Länge richtet sich nach der Jahreszeit. 15-30 Minuten dürfen es im Hochsommer sein, bei Minusgraden genügen oft schon 1-2 Minuten. Solange kein störenden Straßenlärm vorhanden ist, schlafen Sie ruhig mit angekipptem Fenster.


3. Die richtige Temperatur
Bei heißem Wetter werden viele Menschen von Schlafproblemen heimgesucht. Sorgen Sie am besten schon tagsüber dafür, dass sich Ihr Schlafzimmer nicht zu sehr aufheizt, etwa durch herunterlassen der Rollos. Lüften Sie erst unmittelbar vor dem Schlafengehen, wenn sich die Außentemperaturen etwas abgekühlt haben.

4. Schweres Essen vermeiden
Vermeiden Sie vor dem Zu-Bett-Gehen das Verzehren von üppigen Speisen. Die Verdauung arbeitet im Schlaf nur langsam, Völlegefühl und Sodbrennen können den Schlaf trüben. Gönnen Sie sich bei großem Hunger lediglich einen kleinen Snack.



5. Ausreichend trinken
Trinken Sie vor dem Schlafen ausreichend. Durstgefühl kann das Einschlafen behindern. Ein kühles Glas Wasser kann dabei ebenso hilfreich sein wie eine Tasse Tee oder warme Milch. Natürlich darf es sich nicht um koffeinhaltige Teesorten handeln. Zähneputzen ist nach dem Genuss gesüßter Getränke angezeigt.

6. Powern Sie sich aus
Wer regelmäßig unter Schlafproblemen leidet, der sollte sich einmal vor dem Schlafen richtig verausgaben. Eine Runde joggen, schwimmen oder Rad fahren, oder auch nur ein langer Spaziergang können dabei hilfreich sein. Vor allem bei Menschen, die tagsüber keiner großen körperlichen Belastung ausgesetzt sind.



7. Beschäftigen Sie sich
Wer einfach nicht müde werden will, der sollte den Schlaf nicht erzwingen. Beschäftigen Sie sich in diesem Fall am besten mit einer Tätigkeit, bei der Sie in einer passiv-rezeptiven Lage verharren. Fernsehen oder Lesen sind hier die Klassiker. Sobald die Augenlieder zufallen, suchen Sie das Bett auf. Im Schlafzimmer selbst hat der Fernsehen aber nichts zu suchen.

8. Versuchen Sie bloß nicht, krampfhaft einzuschlafen
Ständiges Hin- und Herwelzen? Der wiederholte Blick auf die Uhr? Horrorphantasien über die Folgen von eventueller Übermüdung am nächsten Tag? Dies alles sind überhaupt keine guten Einschlafhilfen. So schwer es auch sein mag, setzten Sie sich bloß nicht dem Druck aus, auf Biegen und Brechen einschlafen zu müssen.

9. Denken Sie an etwas Angenehmes
Stellen Sie sich beim Einschlafen eine schöne Situation vor. Ihren nächsten Urlaub, eine angenehme Unterhaltung mit einem guten Freund, oder erinnern Sie sich an bereits Erlebtes.

10. Suchen Sie ärztliche Hilfe
Die hier genannten Ratschläge sollen bei gelegentliche, akuten Fällen von Schlafschwierigkeiten helfen. Dauert die Schlaflosigkeit aber mehrere Wochen oder sogar Monate an, können ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken, wie etwa das Schlaf-Apnoe-Syndrom.

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